Dr. Günay Kalender

In meiner Tätigkeit als Gefäßchirurg an den DRK Kliniken Berlin | Köpenick behandle ich unter anderem Aortenaneurysmen jeglicher Art, Durchblutungsstörungen der Beine, sowie Verengungen der Halsschlagader. Diese Erkrankungen können mittels verschiedenster Behandlungsansätze versorgt werden; einige finden Sie hier aufgeführt. 

 

Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose)

Die Therapie der Carotisstenosen wird in enger Kooperation mit der Neurologischen Klinik und dem Institut für Radiologie und Neuroradiologie durchgeführt. 

Die Therapieentscheidung zu medikamentöser Therapie, Stentimplantation oder Operation erfolgt individuell nach den Leitlinien der Fachgesellschaften. Standardoperation ist die so genannte “Biologische Rekonstruktion” ohne Fremdmaterial, in schonender lokaler Betäubung. Auch Patienten mit einem akuten Schlaganfall kann häufig durch eine rasche Operation geholfen werden. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der speziellen Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) der Neurologischen Klinik.

Zunächst erfolgt die komplette Diagnostik. Der anschließende Eingriff wird in lokaler Betäubung (zervikale Plexusblockade) über den kleinstmöglichen Schnitt entlang der Hautfalte vorgenommen, sodass lediglich eine minimale Narbe entsteht. Generell führen wir eine Eversionsendarteriektomie durch (Ausschälung der Arterieneinengung ohne Fremdmaterial), in Einzelfällen eine Thrombendarteriektomie (Ausschälung der Arterieneinengung mit Einnähen eines Patches, ausschließlich unter Verwendung von biologischem Material).

 
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Durchblutungsstörungen der Beine

Unser 24 h-Notfall-Team setzt hier zur Behandlung alle verfügbaren Katheterverfahren ein: minimal-invasive Rekanalisation von Gefäßen, Ballonaufdehnung und Katheterlyse. Außerdem operative Gefäßerweiterungen bei Engstellen und sämtliche konventionellen Bypass-Operationen und -Techniken.

Hier werden die bewährtesten und wissenschaftlich belegten Operationstechniken angewandt. Dabei werden sowohl Venen- als auch Kunststoffbypässe angelegt, sowie Composite- und biologische Bypassgrafts verwendet, auch in schonender Kombination mit minimal-invasiven Verfahren (Hybrid-Operation).

Eine besondere Expertise haben wir in der Anlage komplexer Bypässe (Erstanlage oder beim Bypassverschluss als Revisions-Eingriff) am Oberschenkel (femoro-poplitealer Bypass), am Unterschenkel (femoro-cruraler Bypass), am Fuß (femoro-pedaler Bypass) sowie in der Behandlung infizierter Befunde. Falls die körpereigene Vene als Bypassmaterial nicht in ausreichender Länge vorhanden ist, stehen uns darüber hinaus stets biologische Gefäßprothesen zur Verfügung.

 

Spezial-Stentgrafts bei Aortenaneurysma, individuelle Stentgrafts mit Fensterung 

Behandlung der Aortenerkrankung durch eine Stentgraftprothese (minimalinvasive Operation), auch maßgefertigte Prothesen bei komplexen Aneurysmen.

Offen chirurgische Versorgung der Aorta im Brustkorb oder im Bauch.

Ausgedehnte Aortenaneurysmen (thorako-abdominelle Aortenaneurysmen) oder Aneurysmen, welche die Darm- und Nierenarterien einbeziehen, können nicht mit Standard-Stents versorgt werden. Stattdessen werden individuell an die Anatomie des Patienten angepasste Spezial-Stentgrafts eingesetzt.

Spezial-Stentgrafts bei Aortenaneurysma (individuelle Stentgrafts mit Fensterungen und Seitenarmen) und Spezial-Stentgrafts bei Aortendissektion stellen einen besonderen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Dabei entwickeln wir diese Technik fortwährend weiter.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet bin ich seit 2016 als sogenannter Proctor (Berater/Coach) für diese Eingriffe in ganz Europa tätig.

Es empfiehlt sich eine Untersuchung zur rechtzeitigen Erkennung von Aortenaneurysmen, besonders für männliche Patienten ab einem Lebensalter von 60 Jahren.

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Venenerkrankungen

Durchgeführt werden zum einen die klassischen Operationsverfahren mit kompletter Entfernung der erkrankten Stammvene (sog. Stripping-Operation) und zusätzlicher minimal-invasiver Entfernung der störenden Krampfaderknoten. Zum anderen die sogenannten kathetergestützten endovenösen Operationsverfahren (sog. Radiofrequenzablation) mittels Verödung durch eine Hitzesonde.

Alle Verfahren können durch eine medikamentöse Schaumverödung ergänzt werden.

Die Mehrzahl dieser Operationen kann ambulant durchgeführt werden. Entscheidend für die erfolgreiche Behandlung ist die Ultraschalluntersuchung vor der Operation.

 

 

Dies sind die am häufigsten angewandten Routine-Eingriffe, jedoch gibt es weitere Erkrankungen, die gegebenenfalls andere Lösungsansätze benötigen. Bei Interesse und Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.